Der Europäische Aal gilt als katadromer Wanderfisch, der als sogenannte Weidenblattlarve von den Laichgründen in der Sargassosee, östlich von Florida, quer über den Atlantik bis an die europäischen Küsten kommt. Die jungen Glasaale steigen von der Küste in Flüsse und Bächen auf, um dort zu wachsen um als adulte, geschlechtsreife Blankaale wieder in die Nordsee und von dort die mühevolle Wanderung zurück in die Sargassosee zurückzulegen um abzulaichen.
Allein unterhalb der Grenzen Mittelfrankens haben die Aale z.B. im Regnitz-Main-Fluss-System ca. 26 Wasserkraftanlagen zu überwinden, mit allen Gefahren der Schädigung durch Turbinen o.Ä. Um den Tieren diese Risiken zu ersparen setzt sich die Fachberatung für das Fischereiwesen regelmäßig dafür ein, eine größere Anzahl geschlechtsreifer Aale mittels Elektrobefischung in mittelfränkischen Gewässern zu bergen und die Blankaale kurz vor die Mainmündung in den Rhein bei Mainz-Kastel, zuletzt am Montag, 02.03.2026, zu transportieren. Über die Landesgrenzen Bayerns hinaus wird in enger Zusammenarbeit mit dem hessischen Fischereiverband e.V. so ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz dieser faszinierenden Fischart geleistet.