Der Europäische Aal gilt als katadromer Wanderfisch, der als sogenannte Weidenblattlarve von den Laichgründen in der Sargassosee, östlich von Florida, quer über den Atlantik bis an die europäischen Küsten kommt. Die jungen Glasaale steigen von der Küste in Flüsse und Bächen auf, um dort zu wachsen um als adulte, geschlechtsreife Blankaale wieder in die Nordsee und von dort die mühevolle Wanderung zurück in die Sargassosee zurückzulegen um abzulaichen.
Allein unterhalb der Grenzen Mittelfrankens haben die Aale z.B. im Regnitz-Main-Fluss-System ca. 26 Wasserkraftanlagen zu überwinden, mit allen Gefahren der Schädigung durch Turbinen o.Ä. Über 110 geschlechtsreifer Aale wurde in Zusammenarbeit mit dem Fischereiverband Mittelfranken e.V. mittels Elektro- und Reusenbefischungen im Main-Donau-Kanal und dem Kleinen Brombachsee geborgen. Am Dienstag, 19.05.2026, wurden die eindrucksvollen Tiere von der Fischereifachberatung kurz vor die Mainmündung in den Rhein bei Mainz-Kastel transportiert. Über die Landesgrenzen Bayerns hinaus wurde so in enger Zusammenarbeit mit dem Fischereiverbänden Mittelfrankens und Hessens so ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz dieser faszinierenden Fischart geleistet.